In der Kälte schlafen? Das geht!

In der Regel achtet man nicht besonders auf die Temperatur im eigenen Schlafzimmer, außer es ist Sommer und man leidet unter der extremen Hitze.

In der Kälte schlafen? Das geht!

Wer träumt denn nicht davon, an den kältesten Tagen des Jahres, nach der Arbeit nach Hause zu kommen, um sich von der Gemütlichkeit der eigenen vier Wände verwöhnen zu lassen und in ein warmes Bett zu kuscheln? Aber wussten Sie, dass es tatsächlich ratsamer ist, das ganze Jahr über in einer frischen Umgebung zu schlafen? Erfahren Sie hier, welche Zimmertemperatur sich am besten zum Schlafen eignet und wieso:

Die Schlafqualität verbessern

Laut einer von der Harvard Medical School durchgeführten Studie, sinkt die Körpertemperatur ganz von alleine, sobald wir Schlaf benötigen. Dieser Vorgang erfolgt im Körper schrittweise und benötigt ca. 60-90 Minuten, der sich in Form von Müdigkeit bemerkbar macht. Nähert man sich allerdings dem Zeitpunkt des Aufwachens, steigt die Körpertemperatur wieder.

In einem frischen Zimmer zu schlafen, bedeutet also den Körper schneller auf die ideale Körpertemperatur zu bringen und somit das natürliche Schlafbedürfnis und die damit zusammen hängende Regeneration zu stärken.

Die Melatoninproduktion fördern

Herr Dr. Christopher Winter der Charlottesville Neurology & Sleep Medicine erklärte, dass in einem frischen Zimmer zu schlafen, den Körper dazu stimuliert, Melatonin auszuschütten, wodurch tieferer und regenerierender Schlaf rascher hervorgerufen wird.

Hier ein paar Vorzüge, die man nicht erwarten würde:

Laut Experten liegt die ideale Schlafzimmertemperatur zwischen 15 und 19° C. Sollte Ihnen allerdings regenerierender Schlaf als Versprechen nicht genügen, um Sie zu ermutigen, in einem frischen Zimmer zu schlafen, verraten wir Ihnen hier noch weitere Vorzüge:

1. Unterstützung des Stoffwechsels

Der Stoffwechsel jedes Einzelnen wird erheblich durch Kälte beeinflusst. Sie fördert nämlich die Produktion von sog. braunem Fettgewebe, also “gutem Fett”, das es dem Körper wiederum ermöglicht, Kalorien zu verbrennen, das Adipositaslevel zu steuern und überschüssigen Zucker im Blut zu verstoffwechseln.

2. Verringerung des Krankheitsrisikos

Die Produktion von “gutem Fett” erhöht sich bei sinkender Temperatur und stärkt die Insulinsensibilität, wodurch das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken, sinkt.

Außerdem ist Melatonin ein starkes antioxidatives Hormon, das in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Es wurde bewiesen, dass Melatonin aus diesem Grund zur Prävention von Alzheimer sowie von vorzeitiger Hirnalterung beiträgt.

3. Mehr gute Laune

Da ein frischeres Zimmer die Schlafqualität verbessert, fühlt man sich beim Aufstehen zwangsläufig erholter und fitter. Außerdem verringert eine niedrigere Zimmertemperatur die Produktion von Kortisol, das Hormon, welches in Zusammenhang mit Stress- und Angstzuständen sowie Depressionen steht.

4. Regeneration der Haut

Wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, hat eher feine Falten unter den Augen sowie Augenringe. Genau aus diesem Grund hat Herr Dr. Guy Meadows, einer der Hauptspezialisten für Schlaf des Vereinigten Königreichs, bestätigt, dass „Schlafen, die Zeit ist, in der sich der Körper heilt, regeneriert und Schadstoffe aus dem Körper beseitigt.“

Melatonin ist ein starkes Antioxidans sowie natürliches Anti-Aging-Hormon. Es entsteht nämlich in der Hypophyse und ist unentbehrlich für die Zellregeneration, wodurch die Haut elastischer und jünger wirkt.

3 Ratschläge, um im Winter gut zu schlafen

Hinterlasse eine Antwort